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Ostsee-News: Chronik der News und Infos von kreidefelsen.de "Zeit für Rügen Ausgewählte Luftbilder von den Inseln Rügen, Vilm, Hiddensee und weiteren Inseln des Rügen-Archipels Baltikum
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B96n: Baubeginn für die neue B96 auf Rügen, Länge 20,4 Kilometer. Kontroverse Meinungen: Bilder-News und viele Worte Befürworter der B96n bei der Veranstaltung zum 1. Spatenstich:
Auch Protest gegen den Baubeginn war am 15. Juni 2011 präsent:
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Rügen-News vom 15. Juni 2011 (ur). Gestern veröffentlichten wir einen Aufruf der Bürgerinitiative RIO 96 und des NABU Rügen, in dem auf den heute vollzogenen symbolischen ersten Spatenstich zum Bau des ersten Abschnittes der B 96n am Verkehrsknoten bei Altefähr aufmerksam gemacht und zum Protest aufgerufen wurde. Zu lesen war u.a.: Wir sagen: NEIN! Wir lehnen dieses Bauvorhaben in seiner (größen)wahnsinnigen, zerstörerischen Dimension ausdrücklich ab. Schließen Sie sich an! Kommen Sie morgen gegen 14.00 Uhr zum Kreuzungsknoten Altefähr (rügenseitig vor der Rügenbrücke) zu einer Aktion der Bürgerinitiative RIO 96 und der Umweltverbände NABU und BUND. 36 waren schließlich heute am frühen Nachmittag auf dem für den Protest zugewiesenen Platz präsent. Aus dieser Entfernung konnten sie mit ihren Protestrufen die Bühne akustisch nicht erreichen, von der Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Politikern, Funktionären, Unternehmern und die B96n begrüßenden Bürgern u.a. sagte: Ich bin heute sehr gerne hierhergekommen und habe auch sehr gerne Peter Ramsauer mitgebracht... Die vollständige Rede hier: Bundeskanzlerin Angela Merkel zur B96n Die andere Sicht kommt in der heutigen Mitteilung von NABU und BUND zum Ausdruck, die den folgenden Titel hat: "Umweltverbände für rügenverträgliche Verkehrsentwicklung / Protest gegen rückschrittlichen Straßenwahn und Millionengrab auf Rügen" Nachfolgend der Wortlaut der oben genannten Info von NABU und BUND: Mit dem symbolischen Spatenstich zum Bau des ersten Abschnittes der B 96n auf der Insel Rügen wird „ein verheerendes Signal rückwärtsgerichteten Denkens“ gesetzt. Das ist die Einschätzung der Umweltverbände NABU und BUND. Die Umweltverbände protestieren deshalb heute am Ort des Spatenstichs auf Rügen ge-meinsam mit der Rügener Bürgerinitiative RIO 96 für eine andere Verkehrswegeentwicklung, die das wertvollste Kapital, das Rügen in die Zukunft mitnehmen kann, seine beein-druckende, durch nichts zu ersetzende Natur und Landschaft, bewahrt. Wenn die 30.000 für das Jahr 2020 avisierten Fahrzeuge auf der neuen dreistreifigen Bun-desstraße kämen, wäre diese Verkehrsbelastung im nachgeordneten Straßennetz der Insel nach Ansicht der Umweltverbände unzumutbar. Der Verkehrsplanung des Landes fehle es aber an modernen Konzepten für kostengünstige, attraktive Angebote im Öffentlichen Per-sonennahverkehr, den besonders die Urlauber dankend annehmen und die gekoppelt mit intelligenten straßenbaulichen Lösungen das Problem lösen könnten. Stattdessen würde gerade auf Rügen für horrendes Geld immer mehr Landschaft der Urlaubsregion Nr. 1 des Landes unter Asphalt begraben werden. Marlies Preller: „ Für die Bausumme von 82 Millionen wäre jahrelang fahrpreisloser Busverkehr zu allen Orten der Insel und allen Guiness-Events für ganz Rügen möglich! Nach Fertigstellung der B 96n würden dann auf nur 25 km Strecke zwischen Stralsund und Bergen mehr als 200 Millionen Euro verbaut worden sein. Und das für eine Straße, die in einer Sackgasse endet! Die Verkehrsprobleme aber bleiben ungelöst.“ Die Umweltverbände sehen sich in der Rechtsbeschwerde des Bundes der Steuerzahler vor dem Bundesverwaltungsgericht bestätigt. Der Bund der Steuerzahler hatte beim Gericht moniert, dass die Dimensionierung der neuen B 96n auf Rügen auf falschen Verkehrsschätzungen beruht und sich dabei auf das aktuelle Gutachten von RegioConsult berufen. Der Bund der Steuerzahler ist der Auffassung, dass es zwingend notwendig ist, das Ausmaß der neuen B 96n und eine „Alternativlösung objektiv zu prüfen“. Das Büro RegioConsult belegte im November 2010 in einem Gutachten, dass die zu Grunde gelegten Verkehrszahlen für Rügen unrealistisch hoch angesetzt wurden. In der auch dem Petitionsausschuss des Landtages vorliegenden Studie errechnet RegioConsult derzeit 16.400 Kfz/24h und schlussfolgert, dass dafür sogar ein zweistreifiger Ausbau mit Ortsum-fahrungen für Rambin und Samtens gerechtfertigt wäre. NABU und BUND kritisieren die Landesregierung, welche die Verhandlungen mit den Verbänden mit dem Ziel einer Kompromisslösung bisher ins Leere laufen ließ. Corinna Cwielag: „Damit riskiert das Land nun einen Rückbau begonnener Baumaßnahmen, wenn die Verbände vom Verwaltungsgericht Recht bekommen.“ Nach Auffassung der Verbände wurde bei den Planungen europäisches Naturschutzrecht nicht ausreichend berücksichtigt. Mit der jetzt beabsichtigten Überbauung von Rast- und Äsungsflächen für wertgebende Zugvogelarten kommt es zu einer erheblichen Beeinträchtigung eines EU-Vogelschutzgebietes und dessen Erhaltungszielen. „Das ist juristisch höchst relevant.“, sagt Corinna Cwielag vom BUND. Marlies Preller: „Das Ausmaß der Bauvorhaben wird den Besuchern der heutigen Straßenshow sehr anschaulich vor Augen geführt. Die ersten Hektar von über 300 ha, die der landwirtschaftlichen Nutzung durch die B 96n entzogen werden sollen, wurden im geplanten Trassenverlauf in die fast erntereifen landwirtschaftlichen Kulturen geschlagen. Kein wahrhaft guter Anblick und wenig Grund zu Jubelfeiern. Aber im September stehen Wahlen an und populistisches Trommeln ist allerorts zu vernehmen. Da stört es wenig, wenn Rügen dabei massentouristisch verhökert oder verkehrspolitisch abgewirtschaftet wird. Das ist das Stück aus dem Tollhaus - auf der Titanic wird gefeiert bis zum Untergang!“ Kontakt: Auf einem Foto vereint, aber kontroverse Auffassungen zur B96n:
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