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Insel ohne
privaten Autoverkehr
Die Insel Hiddensee
ist ein Paradies für Radler und Freunde von Kutschfahrten, denn
das "söte Länneken", wie es von Liebhabern gerne genannt
wird, ist für den privaten Autoverkehr gesperrt. Sogar die Hiddenseer
selbst dürfen Ihre Autos nicht auf Ihre Insel nehmen. Die Autos,
die wohl auch Ihnen bei einem Besuch auf der Insel begegnen werden, sind
Dienstfahrzeuge (Polizei, Arzt etc.) oder dienen als Elektro-Autos vor
allem der Versorgung.
Das "söte Länneken"
Mit einer Fläche von rund 19 Quadratkilometer;
erstreckt sich die Insel Hiddensee von den Höhen des Dornbusch
im Norden bis zum Gellen im Süden.
Vom Dornbusch hat man bei klarem Wetter nicht nur einen herrlichen Blick
auf das sich immer flacher nach Süden erstreckende Hiddensee und
das benachbarte Rügen, sondern auch die Kreideküste
der dänischen Insel Mön ist dann zu sehen.
Während das bis zu 60 Meter hohe Dornbuschkliff immer weiter
abgetragen wird, wächst das flache Land im Süden um jährlich
bis zu fünf Metern.
Doch nicht nur am südlich gelegenen Gellen wird der Abbruch von der
Steilküste des Nordens angespült, sondern auch im östlich
des Dornbusch befindlichen Sandhakensystem mit Namen Bessin.
Als Brutgebiet bedrohter Küstenvogelarten besitzt der Bessin
eine ganz besondere Bedeutung. Viele Schwärmereien künden von
der Beliebtheit der Insel Hiddensee.
Den Ausdruck "Sötes Länneken" (süßes Ländchen)
notierte übrigens schon der Berliner Oberkonsistorialrat Zöllner
im Jahr 1795 in seine Reisenotizen. In seinem Reisebericht teilte er später
mit, daß dies die Bezeichnung der Einheimischen für ihr Hiddensee
sei.
Etwas mehr als 1200 Einwohner leben heute auf der Insel.
Für Besucher stehen hier zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten
zur Verfügung, auch interessante Abendveranstaltungen sind immer
wieder anzutreffen. Unübersehbar werden
Sie die aktuellen Einladungen zu ihnen in den Schaukästen auf der
Insel finden, wenn Sie mit dem Schiff auf ihr angekommen. Wir empfehlen
Ihnen, daß Sie selbst bei einem Kurzaufenthalt unbedingt die
Inselkirche und das Gerhart Hauptmann Haus in Kloster besuchen.
Der Dichter Gerhart Hauptmann (1862-1946)
weilte viele Jahrzehnte immer zur Sommerzeit auf Hiddensee. Sein Haus
in Kloster vermittelt Besuchern einen spannenden Einblick in diese
Zeit.
So wie Hauptmann besuchten und besuchen viele nur zur Sommerzeit die Insel Hiddensee. Daher ist es kein Zufall, daß nicht Fremde, sondern Einheimische den berühmten Hiddenseer Goldschmuck fanden, denn das geschah im November nach einer der Sturmflut.
©Text: Wolfgang Urban
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