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Das Dorf der vielen Parkplätze.
Da
man mit seinem privaten PKW nicht nach Hiddensee darf, gibt es am
Rande von Schaprode einen bewachten Großparkplatz.
Auch im Hafenbereich befindet sich ein bewachter Parkplatz.
Ferner bieten Schaproder auf ihren privaten Grundstücken Parkmöglichkeiten an. So braucht man sich also keine Sorgen zu machen, wenn man sein Auto auf Rügen abstellen möchte, um zu einem Tages- oder längerem Aufenthalt nach Hiddensee aufzubrechen.
Zuvor lohnt sich ein Rundgang durch das Dorf. Auch ein längerer Aufenthalt in Schaprode ist für jene empfehlenswert, die die Boddenlandschaft mögen.
Entdeckungs-Spaziergang
Ein Rundgang durch das kleine Dorf Schaprode lohnt sich. Dabei kann
man sehr schöne rohrgedeckte Häuser entdecken und so manch
einen Spruch an ihnen.
So ist an einem der Häuser zu lesen: "Wer die Heimat nicht
liebt, und die Heimat nicht ehrt, ist ein Lump u. des Glückes
der Heimat nicht wert."
Dass die Schaproder tatsächlich ein besonders heimatbewusstes
Völkchen sind war im Jahr 1993 zu erleben, als der Ort sein 800jähriges
Bestehen feierte. Ausgangspunkt der Feierlichkeiten ist die urkundliche
Ersterwähnung des Ortes im Jahr 1193.
Die schriftlichen Nachrichten über die Schaproder Geschichte
reichen in einer für Rügen seltenen Weise bis in die Zeit
um 1160 zurück. Damals landete hier das Heer des dänischen
Königs Waldemar I. Davon erzählt die berühmte Knytlinga-Saga,
die dem Schaprode von damals den Namen "Skaparödd" gab. Nur wenige
Jahre später erfolgte eine erneute dänische Truppenanlandung
, die dieses Mal jedoch zur Zerstörung der heidnischen Kultstätten
(siehe: Arkona) und zur Christianisierung
führte. Eine der ersten Backsteinkirchen wurde anschließend
in Schaprode gebaut.
Kirche mit Luther und Bugenhagen
Die
Kirche von Schaprode entstand noch in der ersten Hälfte des 13.
Jahrhunderts. Nur die Kirchen von Altenkirchen
und Bergen sind auf Rügen eindeutig
älter als die von Schaprode. Aus dieser frühen Zeit der
Baugeschiche sind jedoch nur der Chor und Teile der Ostwand des Langhauses
erhalten geblieben. Kanzel, Taufe und Patronatsgestühl wurden
in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gefertigt.
An der Kanzel kannst Du unter anderem Luther mit aufgeschlagener "Biblia
sacra 1535" und Bugenhagen mit dem Buch "Pomerische kirchen Ordnung"
entdecken.
Zu lesen ist hier auch der Spruch "Treptoisch Landtag 1534".
ºber den Bildern steht: "Was Luther an das licht gebracht, Hat
Bugenhagen bekandt gemacht."
All dies erinnert an die Reformation in Pommern und auf Rügen. In jener Zeit trugen die pommerschen Herzöge auch den Titel eines Fürsten von Rügen. Obwohl Rügen nach der Reformation nicht mehr zum Katholizismus zurückkehrte, befindet sich in der Schaproder Kirche an der Südwand des Chores ein 1722 entstandener Beichtstuhl. Auf Rûgen sind derartige Beichtstühle in evangelischen Kirchen, die im 18. Jahrhundert gefertigt wurden, nicht ungewöhnlich. Siehe u.a. auch: Trent.
Campingplatz am Boddenufer
Am
Rand des Dorfes Schaprode befindet sich unmittelbar am Boddenufer
ein Campingplatz. Hier kann man auch Boote ausleihen. Ein kleiner,
etwas verdeckt liegender Sandstand am Boddenufer ist vor allem Familien
mit Kindern zu empfehlen. ºübrigens erblickt man vom Ufer die
gegenüber liegende Insel Hiddensee.
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